Unterschied - Physio oder med. Massage


Eine Weitere Frage die mir oft gestellt wird, versuche ich unten stehend zu beantworten.

So dass, Sie sich ihren Weg aussuchen können.


Physiotherapie

med. Massage



Berufsbezeichnung / Darstellung


"Physiotherapeut/in" ist eine geschützte Berufsbezeichnung und ist in der Schweiz seit 2006 eine Fachhochschul-Ausbildung

(Bachelor of Science Bsc).

 

 

Physiotherapeutische Leistungen gehören zu den Heilmitteln und werden, wenn von einem Arzt verschrieben, von den Krankenkassen übernommen.

Die Bezeichnung Masseur ist nicht geschützt und kann grundsätzlich von jedermann benützt werden. Seit 2014 gibt es aber den neu geschaffenen und geschützten Titel des "eidg. dipl. medizinischer Masseur".

 

Die Berufsbezeichnung ist zwar geschützt, ist aber nicht als Heilmittel anerkannt und somit auch nicht von den Krankenkassen (Grundversicherung) anerkannt. 



Die Vorteile


Vorteile Physiotherapeut:


- Super schulmedizinische Aus- und Weiterbildung
- Gut funktionierendes Team Arzt / Therapeut
- Kostenübernahme der Krankenkassen bei Verordnung durch den Arzt
- Perfekt bei Reha, Krankengymnastik und als Ergänzung zu operativen

  und medikamentösen Behandlungen
- Einsatz oft teurer Hilfsmittel wie Elektro- Ultraschalltherapie und

 

  Trainingsgeräte

Vorteile Masseur:

 

- Individuelle Aus- und Weiterbildung je nach Erfahrung und

  Spezialisierung
- flexible Methodenwahl und Zielgebietsauswahl, da nicht

  Weisungsgebunden
- hohe Effizienz, da dem direkten Wettbewerb ausgesetzt
- flexible Planung der Therapiedauer (nicht nur 25 Minuten)
- meist 100% Handarbeit direkt am Kunden während der ganzen

 

  Behandlung
- Ganzheitliche Sicht des Menschen



Fazit


Da Masseure (egal welcher Stufe) mehrheitlich nicht auf ärztliche Verordnung arbeiten, sind sie auch nicht an die im Rezept allenfalls vorgegebenen Weisungen und Massnahmen gebunden. Somit liegt es also immer in der Eigenverantwortung des Therapeuten, eine seriöse Anamnese zu erarbeiten und sich auf Grund dieses Bildes die geeignete Therapieform selber zu wählen.

 

Das gibt den Masseuren deutlich mehr Freiraum. Hinzu kommt, dass wir nicht an die Pauschalen der Krankenkassen (Fallpauschale) gebunden sind und somit die Behandlungszeit in Absprache mit dem Kunden frei wählen können. (Also meistens länger als nur die dort üblichen 25 Minuten.)

Für den Kunden heisst das oft, dass sich bereits nach 1 - 3 Massage-Behandlungen die Beschwerden soweit gebessert haben, dass keine weiteren Behandlungen mehr nötig sind (Anstelle der meist pauschal angewendeten 9 Behandlungen in der Physio).

 

Und bei vielen Masseuren wird fast die ganze Zeit in Handarbeit am Körper des Kunden gearbeitet. Die Zeit verstreicht also nicht mit Übungen und Arbeit an Kraftgeräten.

 

Ein weiterer Unterschied den ich festgestellt habe ist, dass sich Physiotherapeuten oft nur auf die schmerhafte Stelle konzentrieren. Bei mir (und so arbeiten auch viele meiner Kollegen) wird immer der ganze Körper betrachtet. Es werden also auch alle vor und nachfolgenden Strukturen angeschaut, behandelt und aktiviert.

 

Natürlich kommt es zu Vermischung und natürlich behandelt ein med.Masseur manchmal auch symptomatisch und ein Physiotherapeut auch ganzheitlich. In keinster Weise möchte ich sowohl dem Einen als auch dem Anderen zu nahe treten und eine Wertung über die persönlich Arbeit abgeben. 

 

Und ja, oft ergänzen sich die Methoden perfekt.

 

Es ist nach meiner Ansicht wichtig, dass man nicht die Krankheit, sondern den Menschen behandelt.